Der Sehnsucht auf der Spur

Mit der Sehnsucht nach dem Unendlichen, nach lebendiger Gemeinschaft mit Gott, konnte Marie Jeanne in ihrer einjährigen Postulatszeit, in der sie die Gemeinschaft kennen lernen konnte, ihre Berufung klären. Sie entschied sich für den nächsten Schritt. Die Seele ausgespannt zwischen Diesseits und Jenseits begann sie am 19. März 2012  als „Schwester Marie Jeanne“ das Seminar (Noviziat) in der Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul.

Dieser Lebensabschnitt gibt ihr die Möglichkeit, ihr Leben in Gott zu vertiefen,  die Werte des Dienstes und des gemeinschaftlichen Lebens zu erfassen und sich die Spiritualität der Stifter anzueignen.

Mit der Sehnsucht im Herzen, der Spur der eigenen Lebendigkeit zu folgen,
ihr auf den Grund zu gehen, sich von ihr in die Weite, in die Freiheit und in die Liebe führen zu lassen, - das gibt ihr inneren Schwung.

Ein Liedtext drückt es gut aus: „Zieh mich weiter, zieh mich vorwärts, lass mein Leben ein Feuer sein! Du brauchst Menschen, die dich lieben, du brauchst Menschen, um dein Reich zu bau’n, du brauchst Menschen, die dir dienen. Herr, lass mich eine Dienerin sein!“ Diese Sehnsucht kann dazu anleiten, Herausforderungen produktiv anzugehen, Türen zu öffnen, Grenzen zu überschreiten und in eine größere Weite zu gelangen.

Hilfen, um die Berufung im Alltag konkret zu leben, sind ein Klima der Stille, eine gelebte Liturgie, apostolische Tätigkeiten und das Zusammenleben in Gemeinschaft.

Der hl.Vinzenz sagt:
"Gott hat uns zu Helfern seiner unendlichen Vaterliebe erwählt.
Er will, dass diese Liebe sich in der ganzen Welt ausbreitet und um sich greift."