Ordenschristen feiern gemeinsam

Zahlreiche Ordensmitglieder aus dem Salzburger und Tiroler Anteil der Erzdiözese kamen am 1. Februar zu den Barmherzigen Schwestern nach Salzburg/Mülln. Gemeinsam feierten sie die Vesper (das Abendlob) als Auftakt zum Tag des geweihten Lebens am 2. Februar.

Erzbischof Franz Lackner ging in seiner Predigt auf die Berufungsgeschichte des Propheten Samuel (Sam 3) ein und stellte Verbindungen zur heutigen Situation der Kirche her. So wie der Priester Eli müde ist, so macht sich auch in unserer Kirche Ermüdung breit, weil oft vorrangig zu erledigende Arbeiten das verhindern, was zu unserer und der Kirche geistigen und seelischen Erneuerung beiträgt: die Begegnung mit Jesus Christus. Während bei den Ordensgründern am Anfang eine Berührung mit Jesus Christus stand, stehen jetzt manchmal die einst aus dieser Berührung hervorgegangenen Werke, die durch Mangel an Berufungen auch viele Sorgen mit sich bringen.

Doch die „Lampe brennt noch immer!“ – zeitweise unscheinbar, wie das Ewige Licht am Tag kaum sichtbar ist. Doch die Sehnsucht nach einer tiefen Gottesbegegnung lebt wohl in jeder/ jedem von uns und ist unser Lebenselixier. Wer aus dieser Begegnung lebt und dient, ist ein Zeugnis für die Mitmenschen und lässt Berufungen wachsen. So einige Gedanken von Erzbischof Franz Lackner (frei wieder gegeben), der sich als Franziskaner in dieser Gemeinschaft sehr wohl fühlte. An den strahlenden Gesichtern war wohl die Kraft spürbar, aus der viele Ordensleute leben. Bei einer fröhlichen Agape klang der Abend aus.