Fest des heiligen Vinzenz von Paul

Liebe sie Tat...




Das ist die Verkündigung des Bildes von Walter Habdank, und das sagt uns St. Vinzenz heute wie vor über dreihundert Jahren. Der freundliche Herr Vinzenz, wie ihn seine Zeitgenossen nannten, ist bekleidet mit dem schwarzen Priester-gewand, das aus dem Stoff gemacht ist. aus dem der graue und schwarze Alltag besteht. In dieser notvollen Welt hat er gelebt und mit dieser Welt. die im unteren Bildteil zu erkennen ist. behält er Kontakt.

Er hat keinen Heiligenschein, sein Nimbus ist vielmehr das Feuer, das von oben kommt und sich rotglühend um ihn her ausbreitet. Dieses Feuer der Liebe hat die gesamte Gestalt des schlichten Priesters erfasst. Es spiegelt sich in seinem Gesicht und in seinen großen bewegten und bewegenden Händen.



Diese Hände weisen genau dorthin, wo ein Mensch in Not gefallen ist und Hilfe braucht. Das wird veranschaulicht in dem für alle Zeit gültigen Gleichnis vom barmherzigen Samariter.

Sein Gesicht, seine Hände und seine Augen glühen ebenso wie die des heiligen Vinzenz, sie spiegeln seine Wesenszüge. Das wärmende Feuer der Liebe umfasst und belebt auch den unter die Räuber Gefallenen, der vom barmherzigen Samariter wie in einem schützenden Schoß aufgenommen wird.

Walter Habdank hat in das rotglühende Feld die Sterne des Himmels einbezogen. "Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut." Auch der Mensch, der am sechsten Schöpfungstag geschaffen wurde, ist sehr gut. wenn er in der Liebe Gottes lebt und wirkt. Wer so wie St. Vinzenz die menschgewordene Güte Gottes zu den Armen und Kranken bringt, arbeitet mit Gott und bringt die Schöpfung weiter. Dann geht auch der Himmel auf, wenigstens ein Stück weit.

Der Künstler hat den freundlichen Heiligen mit großen gütigen Augen, die viel gesehen haben, gemalt; er hat ihn mit einem hörenden Ohr ausgestattet und mit unermüdlich wirkenden Händen. "Belebt von einem Feuer, das nicht erlischt", hat Vinzenz von Paul die Welt verändert. Die Geschichte der vielen Menschen, die sich von ihm haben anstecken lassen bestätigt, was er hoffnungsvoll versprochen hat:

"Barmherzige Liebe gewinnt alle Welt".

Schwester Dr. Margarita Beitl
Entnommen aus: "Heute" Zeitschrift der Föderation