Fest der heiligen Luise von Marillac







Wir feiern heute (am 9. Mai) das Fest der heiligen Luise von Marillac. Luise hatte ein außerordentlich vielf
ältiges Leben. Sie war Ehefrau, Mutter, Witwe, Erzieherin, Dienerin der Armen, Gründerin einer Gemeinschaft, Ausbildnerin, gottgeweihte Frau, warmherzige Freundin, Malerin…

 

Ein Medaillon Christi

Ein kleines, von Luise gemaltes Medaillon ist im Archiv der Töchter der christlichen Liebe in Paris, in der Rue du Bac und war früher in der Wohnung der Generaloberin.  Die fotografische Analyse des Gemäldes zeigt ein Herz, das das bloße Auge kaum sehen kann. Auf der rechten Seite, nahe dem Kopf Christi, sind die Worte:

"Lerne von mir, denn ich bin sanft ..." und auf der linken Seite: "Komm, gesegnet von meinem Vater..."

Der "Herr der Nächstenliebe“

Im Jahr 1891 wurde das Gemälde in einer Kapelle in die Kathedrale von Cahors gefunden. Der Bischof von Cahors gab es den Töchtern der christlichen Liebe im Maison-Mère. 
Wie wichtig der heiligen Luise die Verehrung des Herzens Jesu war, beweisen ihre Schriften sehr deutlich, in denen sie ohne Unterscheidung die Begriffe „Seele“ oder „Herz Christi“ verwendet. Dem Verständnis der Zeit entsprechend heißt Herz für Luise so viel wie pulsierende Mitte des Lebens, Sitz der Gefühle, des Wünschens, der Liebe…. 
Diese beiden berühmten Darstellungen verbindet eine wesenhafte Identität. Die Elemente, die in den beiden Gestaltungen zusammengeführt werden, sind von tief theologischem Gehalt. Sie drücken die tiefe Spiritualität unserer Gründerin aus, die ihre Mitte in der Natur des Gottes der Liebe und in der Tatsache des Leidens hatte, dem sich die Liebe unterwerfen wollte, um alle Menschen an sich zu ziehen.

Welche Bilder, Vorstellungen, Empfindungen verbinde ich mit Herz Christi?

(Text und Bild Auszug aus dem The Heart of Jesus in the Spirituality of Vincent de Paul and Louise de Marillac, Robert P. Maloney C.M., 03.06.2014. und aus dem Echo der Genossenschaft der TdcL, 2001., Seite 110-113.)