Die drei österlichen Tage, vom Leiden, vom Tod und von der Auferstehung des Herrn.

Gründonnerstag

Immer wieder

Immer wieder decken wir den Tisch
an dem man
die Lichter entzündet der Hoffnung
und das Buch aufschlägt
mit der Botschaft des Lebens

Immer wieder decken wir den Tisch
an dem man
das weiße Brot bricht und teilt
an dem man
den roten Wein trinkt
miteinander
und eins wird mit Ihm

Immer wieder decken wir den Tisch
an dem man
erinnert was damals geschah
und das Kommende einübt
schon heute und hier

Geheimnis des Glaubens
Gastmahl des Friedens
Der Herr ist bei uns.

Lothar Zenetti

Karfreitag

Am Kreuz

Am Kreuz
wandelt Gott selbst
unseren Tod in die Auferstehung,
am Kreuz wandelt er
unsere Nacht in Licht,
am Kreuz wandelt er
unseren Schmerz in Freude,
unsere Trauer in Hoffnung,
unsere Schuld in Erbarmen.

Am Kreuz wandelt er
unsere Seele und hebt sie
in die lichten Räume der Vollendung,
wo viele uns erwarten,
deren Leid am Kreuz in Liebe,
deren Schuld in Vergebung,
deren Schreien in Jubel
gewandelt worden ist.
Rolf Stöcklin

Karsamstag

Der Karsamstag ist der liturgische Trauertag, ein ruhiger Tag. Wir schauen heute auf Maria die Mutter Jesu, die mit ihm im Leid ausgeharrt hat.

Wichtig ist, das Leid gut zu tragen, ob es junge Menschen trifft oder alte.
Jede Qual, jeder Schmerz,
jedes innere Leid wird vom Herrn aufgezeichnet
und vergolten. Wir müssen es so machen wie Er!


Er lässt sich verletzen, verhöhnen, demütigen, beleidigen,
wobei seine betrübte und gequälte Mutter neben ihm steht.
Doch dann steht er von den Toten auf.

Papst Johannes XXIII.