Armut - in unserem Land lebbar?

Die Armut ist ein Evangelischer Rat d.h., Jesus hat uns durch sein Wort und sein Beispiel angeraten, sie zu leben.

Ich, als Barmherzige Schwester, habe mich durch ein Gelübde verpflichtet, Jesus durch die Armut nachzuahmen.
Jesus verlangt von seinen Nachfolgern nicht, dass sie Not leiden, im Elend leben oder betteln gehen sollen.
Armut ist eine innere Haltung:

  • die zum Teilen mit den Benachteiligten anregt
  • zu einem einfachen Lebensstil auffordert,
  • und zu einem verantworteten Umgang mit den Gütern der Erde verpflichtet.

Konkret lebe ich die Armut durch die Abhängigkeit und das Teilen
Um die Armut leben zu können, besitzen wir in der Gemeinschaft alles gemeinsam. Die Gemeinschaft gibt mir, was ich zum Leben und für meinen Dienst brauche. Alles, was ich durch meiner Hände Arbeit verdiene oder erwerbe, gehört der Gemeinschaft. Die Gemeinschaft gibt das, was wir nicht zum Leben brauchen, den Armen im In- u. Ausland.
Unser Gründer Vinzenz v. Paul sagt uns diesbezüglich: „Ihr habt nur ein Anrecht auf Nahrung, Kleidung und Wohnung, alles andere gehört den Armen“.
Ein afrikanisches Sprichwort sagt: „Nicht das Teilen macht uns arm, sondern das Behalten.“

Sr. Mathilde Feyersinger