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Berufung - Geschenk und Auftrag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Berufungsweg von

Sr. Marianne Schwarzl

Ein Interview geführt von

Sr. Marianne Blaas, Novizin

 

 

 

Sr. Marianne, kannst Du Dich noch erinnern, zu welchem Zeitpunkt das erste Mal der Gedanke, Dein Leben Gott zu schenken, in Dir aufkam?

 

In meinem Leben gab es schon sehr früh Augenblicke, in denen ich die Freude an Gott spürte. Diese kostbaren Momente ermutigten mich, mein Leben in Gottes Dienst zu stellen. Das Glaubensfundament wurde in meiner Familie grundgelegt. Immer wieder bin ich in meiner Kindheit und Jugendzeit glaubenden Menschen begegnet, die meine Sehnsucht nach Gott weckten.

In meinem 17. Lebensjahr, wo ich zum ersten Mal intensiv die Berufung zum geistlichen Leben verspürte, begann der Prozess des inneren Ringens.

Mit 19 Jahren bekam das JA zu diesem Weg immer mehr an Bedeutung.

 

Was hat Dich bewegt, Deine Berufung in dieser Gemeinschaft zu leben?

 

Ausschlaggebend war die Begegnung mit den Barmherzigen Schwestern.

Als ich im Haus der Barmherzigkeit in Graz arbeitete, beobachtete ich die Schwestern, wie sie kranken und alten Menschen liebevoll beistanden. Ich spürte damals schon, woher sie ihre Kraft schöpften. Das Gebet und die Gemeinschaft waren ihre Kraftquelle.

Die Frage einer Schwester, die meine innere Sehnsucht nach sinnerfülltem Leben spürte, löste weitere Schritte zu meiner Berufsfindung aus.

 

Die meisten Schwestern, die ich kenne, sind oder waren im Krankendienst tätig. Wie kam es zu Deiner Berufswahl?

 

Ja, es war so. Als ich meinen Ausbildungsweg zur Barmherzigen Schwester begann, waren die meisten Schwestern im Krankendienst tätig.

Den Menschen die FROHE BOTSCHAFT zu bringen, war mir ein Herzensanliegen. Mich faszinierte die Bibel, das Wort Gottes und ich suchte viele Gelegenheiten, mich darin zu vertiefen.

Als ich meinen Berufswunsch in der Gemeinschaft äußerte, bekam ich die Möglichkeit für die Ausbildung zur Religionslehrerin.

Unser Ordensgründer, der hl. Vinzenz von Paul, sagte den Schwestern im 17. Jahrhundert und auch uns: Ihre erste Sorge ist es, die Armen zur Erkenntnis Gottes zu führen, das Evangelium zu verkünden und das Reich Gottes sichtbar zu machen.

 

Würdest Du diesen Weg noch einmal wählen?

 

Diese Frage höre ich öfter.

Es ist ein Geschenk, sagen zu können: Ich erfahre mein Leben als ERFÜLLTES LEBEN.

Wenn ich erneut meinen Weg von vorne beginnen könnte, wie spannend wäre das!

Ja, ich würde diesen Weg nochmals wählen, weil ich weiß:

GOTT GEHT ALLE WEGE MIT.

 

 

Unsere Angebote: siehe Aktuelles
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