Die Schönheit der hl. Luise von Marillac
Dieses Bild stellt ein
Gemälde der jungen Luise von Marillac dar, als sie noch die Gattin des Antoine
le Gras war; links von ihr befindet sich im Originalgemälde ihr kleiner Sohn
Michael, ca. 4 – 5 Jahre alt.
„Schön wie eine Marillac“ – das war zu jener Zeit ein geflügeltes Wort in
Frankreich.
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Liebe Mutter Luise,
lass mich Dir heute
ein Brieflein schreiben, und darin über Deine Schönheit sprechen, mit der der
Schöpfer Dich gesegnet hat.
„Bevor dich Philippus
rief, habe ICH dich unter dem Feigenbaum gesehen“, sagt Jesus bei der Berufung
dem verdutzten Apostel Bartholomäus (Joh. 1,48). Bevor Du, Luise von Marillac,
dem Monsieur Vincent de Paul begegnet bist, hat JESUS Dich angeschaut und Dir
gesagt: Sei mein!
Heiliger Geist, die
Liebe, zu der Du eine besondere Verehrung gepflegt hast, hat Dich schön gemacht
und Dich jenen Lockruf Christi hören lassen: „Komm und sieh!“ Und Du hast Dich
eingelassen auf dieses ständige Liebeswerben Gottes. Du kamst Tag um Tag mehr
aus Deiner Reserve und Trauer heraus und hast geschaut und gesehen: Gott im
Menschen.
Deine Sichtweise der
Menschen ist angeregt worden durch das liebevolle Angesehenwerden von Gott, dem
Du Dich jeden Tag im Gebet und beim eucharistischen Opfer hingegeben hast. Und
so hat ER Dir nach und nach die Augen geöffnet für Seine verborgene Gegenwart
im Sakrament des Armen.
Der heilige Bischof
Augustinus schreibt: „Soviel in dir die Liebe wächst, soviel wächst die
Schönheit in dir, denn die Liebe ist die Schönheit der Seele.“
Meine liebe Mutter
Luise von Marillac!
Aus Deinem Antlitz
leuchtet mir jene Schönheit, die Gott Dir zum Geschenk gemacht hat, als ER Dich
in Liebe erschaffen hat.
Liebe Mutter Luise,
erbitte mir in Deinem Jubeljahr die Gnade, dass im täglichen „Anschauen“ und
Aufschauen zum Herrn Jesus, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat,
mein Antlitz und mein Wesen Schönheit tanken kann, um jene zu erfreuen, denen
zu dienen ich gesendet bin.
In herzlicher Umarmung
Deine Tochter Sr. Maria Angelika
