Geschichte Provinz Graz - Mitteleuropa

Wir sind eine weltweite Gemeinschaft, 1633 in Frankreich 
von Vinzenz v. Paul und Luise v. Marillac gegründet. 
Unsere Gemeinschaft ist in Provinzen eingeteilt und in 91 Ländern der Erde präsent.
Unsere Generalleitung ist in Paris.
Sie ist in der Kirche bekannt als Genossenschaft der Töchter der christlichen Liebe,  Dienerinnen der Armen.
In den deutschsprachigen Ländern bekannt als Barmherzige Schwestern bzw. als Vinzentinerinnen.

Graz

Sr. Leopoldine Brandis stammte aus einer adeligen Familie.
Im Gebet erkannte sie ihre Berufung

 

Fürstbischof Roman Zängerle
sendet  im Jahre 1837
Gräfin Josefa Brandis und fünf andere Frauen zu den Barmherzigen Schwestern nach München, damit sie dort zu Barmherzigen Schwestern ausgebildet werden. Nach ihrer Rückkehr übergibt er der kleinen Gemeinschaft am 24.04.1841 das Zivilspital.

Die Schwestern übernahmen mit großem Vertrauen die Pflege der Kranken. 

Sr. Leopoldine Josefa Brandis wird die erste Generaloberin. Es ist ihr großes Anliegen, die neue Gemeinschaft an die weltweite Gemeinschaft anzuschließen,
die ihr Mutterhaus in Paris hat.
1851 erfolgt dieser Anschluss. Sr. Leopoldine wird erste Visitatorin (Provinzoberin). Als Mutter Brandis im Jahre 1900 in die Ewigkeit heimgeht umfasst die Grazer Provinz 2700 Schwestern in 210 Niederlassungen in Österreich, Ungarn und Rumänien.

Der weltweiten Gemeinschaft gehören zurzeit 11.937  Schwestern auf allen Kontinenten an. 


 


Salzburg

Kardinal Friedrich Fürst v.Schwarzenberg 
erkannte die Not der damaligen Zeit und kaufte das ehemalige Missionshaus der Benediktiner. 
Magdalena Preisinger hörte an ihrem Namenstag in der Domkirche eine Predigt von Martha und Maria.
Diese Worte trafen sie wie ein Blitz und sie wusste, wo Gott sie hinführen möchte. 
1840 sandte Kardinal Schwarzenberg
 Magdalena Preisinger und noch fünf Frauen zur Ausbildung nach München.

Sein Plan war, die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern in der Diözese anzusiedeln und im Innergebirg in Schwarzach im Pongau eine Kranken- und Versorgungsanstalt zu gründen.
Die Schwestern sollten die Führung und Leitung übernehmen.

1844 kehrten die sechs Salzburgerinnen nach abgelegter Profess als Barmherzige Schwestern zurück und begannen am 20. August ihren Dienst bei den Kranken in Schwarzach.

Durch ihr leuchtendes Beispiel christlicher Nächstenliebe breitete sich die Gemeinschaft schnell aus.
1851 kamen  die ersten Schwestern in die Stadt Salzburg. Sr. Vinzentia Praxmarer übernahm das Amt der Generaloberin.
Sie spürte in sich den Wunsch, die Barmherzigen Schwestern von Salzburg mit der vom hl. Vinzenz und der hl. Luise gegründeten Gemeinschaft der "Töchter der christlichen Liebe" in Paris zu vereinigen. Diese Vereinigung wurde am 1. August 1882 vollzogen.
Ab diesem Zeitpunkt ist Salzburg eine Provinz der weltweiten Gemeinschaft der Töchter der christlichen Liebe mit dem Mutterhaus in Paris.Bestärkt im vinzentinischen Geist, wirkten die Schwestern trotz vieler Schwierigkeiten all die Jahre in den verschiedensten Orten der Diözese in Schulen, Kindergärten, Kinderheimen, Behinderteneinrichtungen, Altenheimen und Krankenhäusern.

 


Ungarn

 

 

Die Töchter der christlichen Liebe
kamen 1852 nach Ungarn,
dem Ostteil Öster-reichisch-Ungarischen Monarchie.

Die Gräfin Franziska Szécheny bat Mutter Brandis in Graz um Schwestern für das Pflegeheim  in Pinkafeld.

Am 11. Dezember dieses Jahres brachte sie selber 3 Schwestern nach Pinkafeld.
Sie begannen mit 5 Kranken ihre Liebestätigkeit.  

Später konnten sie mit mehr Kranken in ein größeres Haus übersiedeln und auch eine kleine Volksschule eröffnen.

Gräfin Franziska
trat selbst, schon hochbetagt, bei den Barmherzigen Schwestern ein und stellte ihre letzten Kräfte in den Dienst der Armen.

 


1905 wurden die Barmherzigen Schwestern in Ungarn
mit dem Provinzhaus in Budapest
eine selbständige Provinz der Genossenschaft. 
 
Die Genossenschaft breitete sich in ganz Ungarn aus.
Im Jahr 1948 unterrichteten unsere Schwestern in 43 Schulen,
dienten in 24 Krankenhäusern, 3 Sozialheimen
und 21 anderen Institutionen, insgesamt in 91 Häusern.


Rumänien

 

Kanonikus Dr. János Nogall
empfing die Schwestern in Rumänien
und sie  wurden in das für sie errichtete Institut St. Vince eingeführt.
Die Schwestern kamen 1878 unter der Leitung von
Sr. Leopoldine Brandis in Oradea, Rumänien an.
Sie errichteten ein mobiles Krankenhaus für die Krankenpflege ein und bemühten sich in jeder Hinsicht um die Nächstenliebe. 

Ab 1924 wurden die zehn an Rumänien angegliederten Schwesternhäuser zu einer neuen Provinz zusammengefasst. 

Jozefa Deáky wurde die erste Visitatorin.
Es gehörten 104 Schwestern zur rumänischen  Provinz. Die Schwestern dienten an immer mehr Orten in schweren Zeiten.  

Seit 2011 gehört die Provinz Rumänien
  der neuen Provinz Graz - Mitteleuropa an.